Projekte

Die folgenden, ausgewählten Projektskizzen mögen Ihnen einen Überblick geben, in welchen Formaten und zu welchen Themen wir - neben unseren offenen Seminaren - arbeiten. Alle dargestellten Projekte stammen aus den letzten zwei Jahren.

Gute Unternehmensnachfolge managen

Branche: Automotive | Unternehmen: Mittelstand | Projekt: Moderation und Organisationsentwicklung

Ein mittelständischer Unternehmer will sich nach 40 Jahren des aktiven Gestaltens aus der Geschäftsführung zurückziehen. Familienfremde Manager und Beiräte sollen künftig den Erfolg des Unternehmens mit seinen 1.000 Mitarbeitern sicherstellen. Wir moderieren über ein Jahr hinweg als Externe die Gespräche der oberen Führungsebene. Ziel: Einen vorbehaltlosen Austausch aller Beteiligten zu ermöglichen, den Status Quo zu erarbeiten und schließlich Regelungen zu finden, wie man zu Entscheidungen kommt, wenn mehrere das Sagen haben.

Quintessenz: Unternehmensnachfolge gelingt dann gut, wenn sich nicht nur Einer ein Denkmal setzen will.

Schlechte Unternehmensnachfolge verdauen

Branche: Handelsorganisation | Unternehmen: Mittelstand | Projekt: Coaching

Ein Geschäftsführer und Unternehmenserbe in der X. Generation ist am Boden zerstört: Zwar gehört ihm mehrheitlich die erfolgreiche Firma, doch der hoch betagte Vater torpediert über sein Veto-Recht grundlegende Entscheidungen, von wem die Firma weiter geführt werden soll. Dem nicht genug, nutzt er vor der Belegschaft beinahe jede Gelegenheit, die Vergangenheit zu rühmen und den Sohn als Enttäuschung darzustellen. In einer endlosen Schleife aus Anklagen, Selbstbezichtigungen und Enttäuschungssicherheit leidet der Sohn massiv unter der Situation. In einem langfristigen Coaching suchen wir einen Weg, sich aus den Wiederholungen zu lösen und einen neuen beruflichen Weg einzuschlagen.

Quintessenz: Es braucht viel Mut, sich einzugestehen, dass das Pferd tot ist, das man schon so lange reitet.

Teamentwicklung im Vorstand

Branche: Finanzbranche | Unternehmen: Konzern | Projekt: Sanfte Teamentwicklung

Binnen kurzer Zeit wird in einem Unternehmen der komplette Vorstand ausgetauscht. Der neue Gestaltungswille ist immens, die gegenseitigen Vorbehalte sind es auch. Was ist ein geeignetes Format, sich darüber auszutauschen, wie man die Kollegen erlebt, ohne gleich tief in Gruppendynamik einzusteigen? Denn an Vertrauen, das sich im alltäglichen Handeln erweisen muss, fehlt es noch. Wir entwerfen ein zweitägiges Offsite, das sich mit dem Thema einer gemeinsamen Sprache im Außenauftritt beschäftigt, und geben bei dem Workshop kontinuierlich Feedback, wie wir die Gruppe in ihrem Agieren erleben.

Quintessenz: Über das konkrete Thema „Kommunikation“ lässt sich in einem Vorstandsteam eine sanfte und gute Rollenklärung erreichen.

Mehr Freundlichkeit bitte

Branche: Handel | Unternehmen: Mittelstand | Projekt: Shadowing und Teamentwicklung

Die Ansprechpartner an einer Servicetheke in einem Handelsunternehmen bekommen nur mittelmäßige Rückmeldungen zu ihrer Freundlichkeit. Aus der Sicht der Geschäftsleitung sind die Mitarbeiter aber höflich-freundlich und haben ein seriöses Auftreten. Unsere Aufgabe besteht nun darin, die Ursachen für diese Wahrnehmung der Kunden zu ergründen und Wege aufzuzeigen, wie sich der Eindruck bei den Kunden wieder verbessert. Durch Beobachten am Arbeitsplatz (Shadowing) und (Einzel-)Gespräche können Vorschläge zur Veränderung von Prozessen, Einstellung und Kommunikation gemacht werden.

Quintessenz: Eine unabhängige Sichtweise öffnet die Augen!

Von den Stärken der Kollegen lernen

Branche: Automotive | Unternehmen: Mittelstand | Projekt: Reflexion und Workshops

Die Vertriebsmitarbeiter in einem mittelständischen Unternehmen sind individuell sehr erfolgreich. Jedoch unterscheiden sich die Vorgehensweisen in Arbeitsweise und Kommunikation zum Teil sehr deutlich. Um aber den Vertriebserfolg zu sichern und das vorhandene Know-how dem Unternehmen zu erhalten, schlägt die Geschäftsleitung eine Reflexion der Verkaufsstrategien vor. Durch Gespräche, Workshops sowie Reflexion in modularen Veranstaltungen werden die Stärken der Einzelnen sichtbar. Die Ergebnisse und das darin enthaltene Wissen wird nun wiederum anonymisiert dargestellt und allen Beteiligten zur Verfügung gestellt. In einem zweiten Schritt wird dann durch Coaching on the job dem Verkäufer die Möglichkeit gegeben, sein Verhalten mit den allgemeinen Erkenntnissen abzugleichen.

Quintessenz: Wer erfolgreich bleiben will, muss den Grund für seinen Erfolg kennen.

Angst und autoritäres Gebaren

Branche: Sicherheitstechnik | Unternehmen: Mittelstand | Projekt: Konfliktmoderation

Zwischen den drei Gesellschaftern herrscht eine schier unauflösbare Spannung. Vorschläge zu einer neuen Führungskultur werden von dem rational-technisch geprägten geschäftsführenden Gesellschafter strikt abgelehnt. Es ist bekannt, dass seine Mitarbeiter Angst vor ihm haben. Auf die Frage, wie er denn seine Mitarbeitergespräche im Hinblick auf Feedback zu seiner Person führe, antwortet er in vermeintlich souveränem Ton, dass ihn das Feedback nicht interessiere. So finden auch solche Gespräche bisher nicht statt. In der Konfliktsitzung macht sich herbe Enttäuschung breit. Wir legen ihm dar, dass ein Führender nur dann wirkliche Autorität genießt, wenn er die Bereitschaft zur Selbstreflexion erkennen lasse. Wir beginnen, seine Ängste behutsam zu thematisieren.

Quintessenz: Autoritär Führende genießen keine menschliche Autorität, solange sie nicht einen Hauch ihres Menschseins zu erkennen geben.

Zögernde Einarbeitung

Branche: Maschinenbau | Unternehmen: Mittelstand | Projekt: Coaching einer Geschäftsführung

Im Unternehmen ist die Position des technischen Geschäftsführers seit sechs Monaten vakant. Gesucht wird eine tatkräftige Persönlichkeit, die manche in der Vergangenheit vernachlässigte Aufgabe rasch anpackt. Der nunmehr neu angestellte Topmanager aber geht nur zögernd an das Aufgabenpaket heran. Die beiden anderen Geschäftsführer werden ungeduldig und beginnen zu murren, weil sie noch kein ernsthaftes Engagement des Kollegen erkennen können. An einem Coachingtag mit der Geschäftsführung besprechen und klären wir die gegenseitigen Erwartungen.

Quintessenz: Die Tendenz zur Absicherung lähmt meistens die spontane Kreativität.

Abgeschlossene Projekte

Das Leitbild als Identifikationsangebot

Branche: Metall- und Kunststoffverarbeitung | Unternehmen: Mittelständisches Familienunternehmen | Projekt: Erarbeitung eines Leitbildes

Aktuelle Situation: Mit dem Wachstum des Unternehmens wurde es notwendig, das Selbstverständnis und die Zielsetzungen in ein Leitbild zu kleiden. Inhaber, Geschäftsleitung und die beratenden Begleiter haben gemeinsam in einem Workshop das Fundament für ein speziell dem Unternehmen angemessenes Leitbild gelegt. So wurde ein wichtiges Identifikationsangebot für alle Mitarbeitenden geschaffen, das nun in weiteren Gesprächsrunden zu einer tieferen Reflexion über Zusammenarbeit und wirtschaftlichen Erfolg führt.

Fazit und Erkenntnis: Veränderungen im Unternehmen müssen geistig vorbereitet werden. Erst die Mitwirkung aller Führenden an der Entstehung eines Leitbildes ermöglicht eine Identifikation mit dem Unternehmensanliegen.

Schwierige Teambildung mit Abhängigen

Branche: Versicherungswirtschaft | Unternehmen: Konzern in Deutschland | Projekt: Stabilisierung des Vorstandsgremiums

Aktuelle Situation: Der neue Vorstandsvorsitzende ist bemüht, die acht Vorstandsmitglieder zu einem harmonischen und kollegialen Team zu formen. Dabei allerdings kommen ihm immer wieder die Störmanöver zweier Vorstandsmitglieder in die Quere. Der ehemalige Vorstandsvorsitzende und jetzige Aufsichtsratsvorsitzende instrumentalisiert diese zwei „Zöglinge“, so dass sie ihm noch immer innere Gefolgschaft leisten und den Konzepten ihres neuen Vorgesetzten mit Widerstand begegnen. Der Narzissmus des Aufsichtsratsvorsitzenden hindert ihn daran, sich nicht in das operative Geschäft seines Nachfolgers hineinzudrängen. So wird die beabsichtigte Teambildung innerhalb des Vorstandes erheblich blockiert. Hinzu kommt die Angst des Vorstandsvorsitzenden, seinem Vorgänger eindeutig Grenzen aufzuzeigen.

Fazit und Empfehlung: Nach einer gründlichen Konfliktanalyse ist dem Vorstandsvorsitzenden bewusst geworden, dass eine wirkliche Teambildung nicht an einem äußerlich korrekten Umgang miteinander erkennbar ist, sondern sie nur dann gelingt, wenn er den emotionalen Restwiderstand seines Vorgängers und seiner beiden Vorstandskollegen in eine Vertrauensgrundlage umzuwandeln vermag.

Die Geschäftsleitung soll autonom werden

Branche: Maschinenbau | Unternehmen: Mittelständisches Familienunternehmen | Projekt: Konfliktanalyse

Der junge Gesellschafter und Erbe eines erfolgreichen Familienunternehmens steht unter dem Druck der übrigen Familien-Anteilseigner. Um seine Führungskompetenz zu beweisen, greift er in Entscheidungen der Geschäftsleitung ein. Die Geschäftsführer beginnen zu resignieren. Bei der Analyse dieses Spannungsfeld kristallisiert sich heraus, dass sich der Gesellschafter vom äußeren Erwartungsdruck kaum emanzipiert hat und somit die autonome Entwicklung der Geschäftsführung verhindert. Wir begleiten ihn und die Geschäftsführer in einem mehrjährigen Prozess, hin zu einem konstruktiven Miteinander.

Neues Führungsverständnis

Branche: Energiewirtschaft | Unternehmen: Internationaler, börsennotierter Konzern | Projekt: Soziale Führungskompetenz

Das bisherige Führungsverständnis war durch Techniken und stereotype Methoden eingeübt worden. Die Stimmung in der hierarchischen Beziehung ist daher unpersönlich geblieben, menschlich kalt. Kaum persönliche Gespräche, schleppende Umsetzung von Entscheidungen. Die Konzernleitung bittet uns, die Persönlichkeiten der Führenden in einigen Workshops zu einer tieferen Selbstreflexion anzuleiten. Die Teilnehmer sehen, wie maskenhaft und ängstlich sie kommunizieren. Es beginnen offene Dialoge. In ergänzenden Einzelgesprächen analysieren wir innere Widerstände und bauen Hemmungen ab.

Quintessenz: Führende müssen sich emotional öffnen, um persönliche Souveränität zu verkörpern.

„Das Loslassen fällt mir schwer!“

Branche: übergreifend | Unternehmen: Mittelständische Unternehmerfamilien | Projekt: Konflikte in der Regelung der Führungsnachfolge

Mehrere große und kleine Kreditinstitute ergreifen die Initiative und bitten uns, zunächst in einigen Vorträgen einem ausgewählten Kreis von Unternehmerfamilien die menschlichen Aspekte in der Unternehmensnachfolge zu verdeutlichen. In anschließenden beratenden Einzelgesprächen erörtern wir die Hindernisse, die manchem Senior psychisch noch Sorgen bereiten.

Quintessenz: Die Entscheidungsfähigkeit stabilisiert das Vertrauen in die nachfolgende Generation.

Über den Tellerrand schauen

Branche: Versicherungswirtschaft | Unternehmen: Internationaler Konzern | Projekt: Glaubwürdiges Auftreten

In der Versicherungsbranche geht es um „Einheiten und Produktion“ (= Verkauf im Fachjargon). Unter unserer Begleitung erarbeiten die Teilnehmer für sich ein erweitertes Führungs- und Gesprächsverständnis, das sich an ethischen Kriterien orientiert. Seit vielen Jahren begleiten wir die Top-Verkäufer und Führungskräfte und sensibilisieren sie für ein Auftreten jenseits des Funktionalen.

Quintessenz: Verkauf und Ethik passen eben doch zusammen.

Weniger Lampenfieber und mehr Souveränität

Branche: Dienstleistung | Unternehmen: Einzelperson | Projekt: Präsentations-Coaching

Starkes Lampenfieber und Versagensängste steigen in einer Teilnehmerin auf, wenn sie an die bevorstehende Präsentation bei einem Agenturpitch denkt. In einem eintägigen Coaching überarbeiten wir gemeinsam die Präsentation, stellen Kernbotschaften und Nutzen stärker heraus und üben den Auftritt mehrfach mit der Kundin ein. Ihr Vortrag wird sicherer, konzentrierter - und drei Tage später gewinnt sie den Etat.

Quintessenz: Professionelle Vorbereitung zahlt sich aus.

Vom Kleinunternehmen zum Mittelständler

Branche: Kraftstoffvertrieb | Unternehmen: Mittelständischer Familienbetrieb | Projekt: Aufbau eines PE-Programms

Ein kleineres Unternehmen (etwa 35 Mitarbeiter) agiert in seiner Personalentwicklung nur punktuell und letztlich unstrukturiert. Aufgrund des angestrebten starken Wachstums innerhalb der kommenden Jahre soll ein Programm zur Weiterbildung für das gesamte Unternehmen entworfen werden. Wir erarbeiten in Workshops den Bedarf, präsentieren den Eigentümern ein schlüssiges Konzept und führen erste Coachings, Seminare und Shadowing durch.

Quintessenz: Entwicklung beginnt bereits mit der Einsicht, etwas verändern zu müssen

Presenting yourself

Branche: Energiewirtschaft | Unternehmen: Internationaler Energiekonzern | Projekt: M&A

Wie preist man sich und das eigene Unternehmen einem möglichen Investor gut an? Vor dieser Aufgabe steht das Executive commitee einer Tochtergesellschaft eines internationalen Energiekonzerns, die verkauft werden soll. Die begleitende Investmentbank engagiert uns kurzfristig, die vier Manager (CEO, CFO) in dieser emotional schwierigen Situation auf die zweieinhalbstündige Präsentation vorzubereiten. Kernthemen sind Präsentationstechniken, Argumentation und Q&A in den Investorengesprächen, die Arbeitssprache ist englisch.

Quintessenz: Entscheidend ist die Identifikation mit dem eigenen Anliegen, auch bei inneren Widerständen

Lieber kündigen als so weitermachen

Branche: Maschinenbau | Unternehmen: Mittelständisches Familienunternehmen | Projekt: Konfliktmoderation

Schlechte Stimmung, hohe Fluktuation, Eskalationen über den Betriebsrat – in dieser Situation engagiert uns eine Führungskraft, um die Konfliktthemen in seinem Bereich zu erheben und zu bearbeiten. In einem sechsmonatigen Prozess der gemeinsamen Aussprache bringen wir die Parteien an einen Tisch, thematisieren die gegenseitigen Kränkungen und Erwartungen und führen die Kollegen wieder in den Kontakt miteinander.

Quintessenz: Krisen in Teams sind oft Stellvertreterkonflikte

"Das will ich auch können!"

Branche: Automotive | Unternehmen: Mittelstand | Projekt: Rede- und Gesprächskompetenz

Der Inhaber eines mittelständischen Unternehmens ist mit der eigenen rhetorischen Qualität unzufrieden. „Meine Geschäftsführer sprechen besser als ich“, so eröffnet er das Erstgespräch. Wir entwerfen ein individuelles Programm und begleiten ihn in halbtägigen Treffen über ein Jahr hinweg. Themen sind öffentliche Auftritte, Redenschreiben, Kritikgespräche und – Lebensqualität.

Quintessenz: "Zum Dichter wird man geboren, zum Redner wird man gemacht." (lat. Sprichwort)

Schöne neue Welt

Branche: Automotive | Unternehmen: Konzern | Projekt: Konfliktmoderation

In einem Unternehmen knirscht es seit Jahren zwischen zwei Abteilungen: Junge, ambitionierte Entwicklungsingenieure, die an der Grenze des Burn-Out arbeiten, sind in ihrer Arbeit auf altgediente Monteure im Prototypenbau angewiesen. Wo es früher einen Team-Gedanken gab, herrscht heute die Vorstellung einer internen Kunden-Lieferanten-Beziehung. Dieser funktionalisierten Ansprache wollen sich die Monteure nicht beugen – und machen exakt Dienst nach Vorschrift. Ergebnis: Die Arbeit wird nicht mehr fertig. Die Hoffnung der Abteilungsleiter, dass sich das Thema über den Ruhestand einzelner Monteure von selbst löst, erweist sich als falsch. In einer neunmonatigen Begleitung bringen wir 15 Repräsentanten an einen Tisch, klären die gegenseitigen Vorbehalte und erarbeiten kleine Schritte, um sich wieder anzunähern.

Quintessenz: Klare Regeln vermeiden Konflikte.

 

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